Donnerstag, 05 November 2020 15:36

Argentinien

 

Die Missionsarbeit unserer Gemeinschaft begann in Argentinien. Im Jahr 1968 wandte sich Pater Giacomo Densi, Vicegeneral der Skalabrinianerpater, einer Missionsgemeinschaft für italienische Emigranten, an Mutter Andrzeja Górska mit dem Vorschlag, dass die Ursulinen in der neu enstandenen Pfarrei N.S. Madre des los Emigrantes in Buenos Aires Tätigkeit aufnehmen. Mutter Andrzeja sah in dieser Einladung die Möglichkeit, die Missionspläne der Gründerin verwirklichen zu können und nahm den Vorschlag an...

Gegen Ende Dezember 1969 kamen die ersten Schwestern nach Argentinien – vier Polinnen und zwei Italienerinnen. Sie arbeiteten in der Hautstadt Buenos Aires und ihren Randgebieten, in Merlo. In Buenos Aires waren die Schwestern in der Pfarrei tätig – das war Katechese, das Leiten der Kanzlei, Arbeit in der Sakristei. Sie Schwestern besuchten Familien, Kranke, Bedürftige, führten eine Familienberatungstelle und knüpften Kontakte mit der „Polonia“, den Auslandspolen. In Merlo arbeiteten die Schwestern im Seminar San Jose, leiteten auch die Hauswirtschaft des Seminars. Gleichzeitig gingen die Schwestern in das „bario“, das nahegelegene Armenviertel und leisteten den Bewohnern materielle und geistliche Hilfe – erteilten Religionsunterricht und bereiteten auf die Sakramente vor.

Im Jahr 1975 entstand in Merlo das erste eigene Haus der Gemeinschaft, eben auf dem Gebiet des „bario“. Die Schwestern katechisierten im eigenen Haus und in der Grundschule, führten einen Kindergarten, einen Hort für Schulkinder, ab 1976 ein Ambulatorium und eine Erste-Hilfe-Station. Sie arbeiteten auch mit den polnischen Zentren Aquila Blanca und Macierz Szkolna zusammen und unterrichteten in der polnischen Samstagsschule in Merlo.

Gegenwärtig (2020) haben wir in Argentinien vier Gemeinschaften: in Merlo, Parana, Las Hacheras und San Pedro de Jujuy.

In Merlo haben wir einen Kindergarten für 200 Kinder aus dem armen Stadtviertel. Zu den Aufgaben der Schwestern gehört die Verwaltung und die pädagogisch-spirituelle Weiterbildung des Personals. In der Pfarrei koordinieren die Schwestern die Katechese und unterrichten selbst, auch im Kindergarten, bereiten auf die Sakramente vor, leiten verschiedene Gruppen, liturgische Feiern, Exerzitien. Sie engagieren sich in der Gefängnisseelsorge.

Die Arbeit der Gemeinschaft in Parana besteht im Unterrichten, in der Katechese und Seelsorge in einem armen Stadtviertel.

In Las Hacheras, im Norden Argentiniens, umfasst die Arbeit der Schwestern die Weiterbildung der Katecheten, Hilfe bei der Organisations der Seelsorge, das Leiten verschiedener Gruppen, Katechese und Vorbereitung zu den Sakramenten, Gestaltung der Liturgie. Die Schwestern besuchen arme Familien, leisten verschiedenartige Hilfe, leiten zwei Horte. Einer von ihnen ist für Kinder aus den Familien der Indianer Wichi bestimmt.

Ähnlich ist der Tätigkeitsbereich der Gemeinschaft im San Pedro de Jujuy. Hier beschäftigen sich die Schwestern mit der Alfabetisierung von Erwachsenen, sind in der Caritas tätig, d.h. sie führen eine Kantine für die Ärmsten der Pfarrei.

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