Samstag, 31 Oktober 2020 16:29

Die Kapelle der Ursulinen der Römischen Union in Krakau

Julia Ledóchowska trat im August 1886 bei den Ursulinen in Krakau ein. Am 17. April 1887 erhielt sie den Habit und einen Ordensnamen: Maria Ursula. Zwei Jahr später, am 28. April 1889 legt sie die ewige Profess ab. Sie arbeitete als Lehrerin und Erzieherin in der von den Ursulinen geführten Schule und dem dazugehörigen Pensionat. Sie konnte auch ihr künstlerisches Talent entwickeln – 1899 schmückte sie die Klosterkapelle mit Ornamenten und Bildern. Im Jahr 1904 wurde Mutter Ursula (nach ursulinischer Tradition hatte sie 1897 den Titel „Mutter“ erhalten) zur Oberin des Klosters gewählt. In dieser Zeit initiierte sie beim Kloster ein Wohnheim für die ersten Studentinnen der Jagiellonen-Universität, das erste auf polnischem Boden. Nach ihrer Amtszeit als Oberin begab sie sich in Begleitung zweier Schwestern, ausgestattet mit dem Segen von Papst Pius X, nach St. Petersburg, um auf Einladung von Pfarrer Konstanty Budkiewicz, dem Probst der Pfarrei der Hl. Katharina am Newsky Prospekt die Leitung des Internats beim dortigen polnischen Mädchen-Gymnasium zu übernehmen.

In der Kapelle der Ursulinen der Römischen Union in Krakau befinden sich in einer Seitenkapelle Reliquien der hl. Mutter Ursula.

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