Samstag, 31 Oktober 2020 16:46

Geistlicher Frohsinn

Die geistliche Heiterkeit – eine charakteristische Eigenschaft der hl. Ursula und von ihr den Ursulinen HJT aufgetragen – erwächst aus dem Erleben der göttlichen Liebe, aus dem Bewusstsein, das Christus uns aus dem Tod ins Leben geführt hat und versprochen hat, dass er bis zum Ende der Welt mit uns ist. Geistliche Heiterkeit ist das konkret erlebte „Glück der Seele“, Dankbarkeit und Freude, tiefer Optimismus, der aus dem Glauben und der Hoffnung resultiert.

Nur eine Seele, die dem Willen Gottes ergeben ist, die das Glück im Willen Gottes sucht, in hellen Regionen, versteht es, trotz allem in sich diese heilige Heiterkeit, dieses helle, sonnige göttliche Glück zu erhalten. Hl. Ursula, Testament, 12. Anliegen

Eine sonnige Seele ist selbst eine Apostolin – sie verkündet unwillkürlich, führt zu Gott, weil sie den Menschen ohne Worte, aber mit einem klaren Lächeln sagt, dass es gut ist, Gott zu dienen, dass Gott zu dienen bedeutet, Glück und Frieden zu finden, wie die Welt so nicht geben kann. hl. Ursula, Testament, 12. Anliegen

Die ursulinische innere Heiterkeit hat ihren Ursprung im Erfüllen von Gottes Willen – nach dem Vorbild Jesu während seiner Agonie im Gethsemane und nach dem Vorbild Mariens während der Verkündigung, mit der Gewissheit, dass ich in den Händen eines guten Gottes bin.

„Wie Gott will“ – diese Worte mit Liebe gesagt sind Balsam für eine betrübte Seele. Sagt diese Worte bei Sorgen, Unruhe, sagt sie auch, wenn Gott euch ein Kreuz schickt. Oh, stimmt dann nicht nur dem Willen Gottes zu, sondern fügt euch ihm still, ohne Klage, mit einem Lächeln auf den Lippen, mit „Deo gratias“ im Herzen! Mutter Ursula, Testament, 11. Anliegen

Meine Kinder, seid also froh, leuchtend, heiter, und ihr werdet das Herz Christi erfreuen, (…) Und das Wichtigste ist: Ihr werdet mit Freude den Willen Gottes erfüllen, der, wie der hl. Paulus sagt, eure Heiligkeit ist: „Das ist es, was Gott will: eure Heiligung“. Seien wir also immer heiter, strahlend von Freude, gehen wir mit Vertrauen Gott entgegen! hl. Ursula, Testament, 12. Anliegen

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